Am vergangenen Samstag veranstaltete der Bayerische Schwimmverband Bezirk Niederbayern einen Vielseitigkeitswettkampf für die Jahrgänge 2006-2009 der Mädchen und Jungen, die nachweislich an DSV-Wettkämpfen teilgenommen haben. Dazu trafen 28 Kinder aus dem ganzen Schwimmbezirk Niederbayern im Landauer Hallenbad, 10 davon vom SSC Landau. Bei diesem Wettkampf, der auf Bayerischer Ebene eine der Voraussetzungen zur Kaderberufung ist, wird die körperliche und sportliche Eignung der Kinder für den Schwimmsport dokumentiert und die Ergebnisse beim Deutschen Schwimmverband gespeichert.


Anhand des aktuellen Entwicklungs-Nachweises zeigte sich, dass innerhalb des vergangenen Jahres durch zielorientiertes Training individuelle Stärken optimiert und erkennbare Schwächen minimiert werden konnten. So waren messbare Verbesserungen im Technikbereich, den Sequenzen und der Wasserlage deutlich erkennbar. Prof. Dr. Jens Martin von der FH Deggendorf, der für die Leitung des Vielseitigkeitstests zuständig war, zeigte sich sichtlich zufrieden mit der Entwicklung der niederbayerischen Schwimmerinnen und Schwimmer.
In Zusammenarbeit mit dem Studiengang angewandte Trainingswissenschaften der TH-Deggendorf wurde zum einen die körperliche Eignung, d.h. Athletik, sowie die Schwimmleistung der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dokumentiert. Im Bereich Athletik wurden in der Turnhalle alle Sportler gemessen und gewogen. Durch spezielle Übungen überprüfte man die Dehnfähigkeit, die Rumpf-und Schulterbeweglichkeit, sowie die Kraftfähigkeit. Dazu absolvierten die Kinder eine bestimmte Anzahl von vorgegebenen Übungen, wie z.B. Klimmzüge, Liegestütz oder Rumpfbeugen.

Im Landauer Hallenbad erfolgte der Sichtungswettkampf auf ausgewiesenen DSV-Wettkampfstrecken (50-m). Die Technikeinschätzung wurde von neutralen Trainern vorgenommen. Jeder Trainer bewertete jeden Sportler eines Laufes, ob er die Schwimmtechnik in Grob-und Feinkoordination beherrscht. Außerdem überprüften die erfahrenen niederbayerischen Vereins-Trainer die Grundschnelligkeit und die Beinbewegung in jeder Schwimmlage. Eine weitere Herausforderung stellten Delphinkicks und der Gleittest dar. Die Sportler zeigten über 15 Meter ihren individuellen Leistungsstand der Delphinbewegung in Bauch-und Rückenlage unter Wasser. Im Gleittest sollten 7,5 Meter ohne Auftauchen bewältigt werden.
Am Ende dieses aufregenden Tages erhielten die Kinder einen Entwicklungsnachweis über den Ausbildungsstand und eine Teilnehmerurkunde. Die gewonnen Daten werden nun von den Studenten des Studiengangs angewandte Trainingswissenschaften ausgewertet und jährlich erneuert, so dass die persönliche Entwicklung über einen langen Zeitraum dokumentiert werden kann.


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